Aktuelles aus unsere Arbeit und unsere Aktivitäten 2017


Der Gospelchor Xang hatte am 1. Advent zu einem Konzert in die ev. Kirche in Bad Soden/Ts. eingeladen. Viele waren der Einladung gefolgt, so dass die Kirche fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. 

Anlässlich des Konzerts wurden Spenden für den AHPB "Die Quelle" gesammelt. Wir danken dem "Veranstaltungsservice Von ganzem Herzen" für diesen Spendenaufruf und den Besuchern des Konzerts für die zahlreichen Spenden. Diese Spenden helfen uns sehr auf unserem Weg in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. 

Als kleines Dankeschön hat Theda Mirwald, Leiterin des AHPB "die Quelle" eine kleine Geschichte im Rahmen des Konzerts vorgetragen:

In der Adventszeit werden gerne Geschichten vorgelesen – daher haben wir vom Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Dienst aus eine Geschichte mitgebracht und lesen sie vor. 
Sie ist von Charles Dickens (1812 - 1870)
Die Apfelsine des Waisenknaben 
Das Waisenhaus in der Nähe von London war eher ein Gefängnis für den kleinen Jungen. 14 Stunden täglich: Arbeit im Garten, in der Küche, im Stall, auf dem Feld, und kein Tag brachte eine Abwechslung. Außer der Weihnachtstag. 
An diesem Morgen bekam jedes Kind eine Apfelsine zum Christfest. Aber auch diese eine Apfelsine bekam nur derjenige, der sich im Laufe des Jahres nichts hatte zuschulden kommen lassen und immer folgsam war. So verkörperte die Apfelsine an Weihnachten die Sehnsucht eines ganzen Jahres.
Das Christfest war wieder einmal herangekommen, aber - während die anderen Jungen am Waisenvater vorbeischritten und jeder seine Apfelsine in Empfang nahm, musste der kleine Junge in der Zimmerecke stehen und zusehen. Das war seine Strafe dafür, dass er im Sommer aus dem Waisenhaus weglaufen wollte. Als die Geschenkeverteilung vorüber war, durften die anderen Kinder im Hof spielen, er aber musste in den Schlafraum gehen und den im Bett bleiben. Er war tieftraurig.
Nach einer Weile hörte er Schritte im Zimmer, eine Hand zog an der Bettdecke. Der kleine William stand vor seinem Bett, hatte eine Apfelsine in der Hand und hielt sie ihm entgegen. Der kleine Junge wusste nicht, wie ihm geschah. Wo sollte eine überzählige Apfelsine hergekommen sein? Er sah auf William und auf die Frucht und fühlte, dass es mit der Apfelsine eine besondere Bewandtnis haben musste. 
Auf einmal kam ihm zu Bewusstsein, dass die Apfelsine bereits geschält war, und als er näher hinblickte, wurde ihm alles klar. Als er die Hand ausstreckte, um die Apfelsine zu nehmen, wusste er, dass er fest zupacken musste, damit sie nicht auseinander fiel.
Was war geschehen? Zehn Jungen hatten sich im Hof zusammengetan und beschlossen, dass auch er zu Weihnachten eine Apfelsine haben müsse. So hatte jeder die seine geschält und eine Scheibe abgetrennt. Die zehn abgetrennten Scheiben hatten sie sorgfältig zu einer neuen, schönen runden Apfelsine zusammengesetzt. 
Diese Apfelsine war das schönste Weihnachtsgeschenk in seinen Leben. Sie lehrte ihn, wie trostvoll Freundschaft sein kann. 
Und es gehört gar nicht viel dazu wahrzunehmen und einen achtsamen Gedanken in eine kleine Tat umzusetzen.
Vielleicht haben Sie auch noch schöne Geschichten, die in der Vorweihnachtszeit das Herz erwärmen. Kinder, Kranke, Einsame hören gerne zu und lassen sich versetzen in weihnachtliche Stunden bei Kerzenlicht und Weihnachtsplätzchen. 
In der Adventszeit sind diese kleinen Geschichten Kostbarkeiten, die wir teilen können. Wir – als Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen – nehmen sie mit dorthin, wo Menschen am liebsten sind – in ihrem Zuhause.
Und nun wieder zurück zur Musik …





Ein paar Gedanken zur Hospizarbeit anlässlich des Gospelkonzerts





Einkehrnachmittag


Das erste Mal fand der Einkehrnachmittag am 6. November 2017 im Wiesbadener Weg 2a, der neuen Heimstatt des AHPB, statt. Unter dem Wort von Dag Hammarskjöldt: „Den Rahmen unseres Lebens können wir nicht bestimmen – aber wie wir ihn ausfüllen liegt an uns“ erinnerten wir uns der Begleitungen des vergangenen Jahres. Die Namen wurden jeweils auf Kärtchen in Form eines kleinen Bilderrahmens festgehalten. 



Feldenkrais

Auch in diesem Jahr haben wir eine Fortbildung für unsere Mitarbeitenden durchgeführt, um unseren Umgang mit den von uns begleitenden Menschen zu verbessern. Wir hatten uns für ein Feldenkrais-Seminar entschieden, denn durch diese Methode kann man Menschen helfen, durch eine dem körperlichen Zustand entsprechende Bewegung zu Entspannung zu finden. 


Gesundheitstage in Bad Soden

Am 9. und 10. September 2017 wurden anlässlich der Gesundheitstage im Badehaus Bad Soden an einem Informationsstand zahlreiche schriftliche Materialien der Hospizgruppe ausgelegt und verteilt. Bei schönem Herbstwetter kamen viele Besucher/innen.


Abschluss der Qualifizierung 2016/2017 in Kronberg 


Die Qualifizierung endete am 11. Juni 2017 mit der Zertifikatübergabe innerhalb des öffentlichen Gottesdienstes am Sonntagmorgen in Kronberg. Im Anschluss war ein Empfang im Gemeindehaus. 



"Tag der offenen Tür" und Einweihung unserer neuen Büroräume


Eigentlich war es ein Weihnachtsgeschenk, denn kurz vor den Feiertagen im Dezember 2016 stand es endlich fest, die neue Adresse des AHPB „Die Quelle“ wäre schon bald der Wiesbadener Weg 2a in Bad Soden. 

Die Zustimmung des Vorstands der Ökumenischen Diakoniestation lag vor, der Mietvertrag war unterschrieben und somit konnte die Schlüsselübergabe am 2. Januar stattfinden. 

Nun ging die Arbeit erst richtig los, denn 96 qm warteten darauf, mit Leben gefüllt zu werden. 
Zunächst mussten die Räume eingerichtet und nach unseren Vorstellungen gestaltet werden. Diese Arbeiten lagen in erster Linie in den Händen unserer hauptamtlichen Fachkraft, Herrn Valbert, der die Räume mit viel Liebe zum Detail so gestaltete, dass wir unsere Besucher und vor allen Dingen diejenigen, die unsere Hilfe suchen, in angenehmer Atmosphäre, in einer freundlichen, hellen und ruhigen Umgebung begrüßen und beraten können. 

Der helle Eingangsbereich und das Büro von Herrn Valbert bestechen mit einem Blick ins Grüne. Der anschließende Besprechungsraum ist für unsere Gruppensitzungen, Supervisionen und für Seminare/Fortbildungen eingerichtet. Der dritte Raum hingegen ist als Rückzugsort gedacht, z.B. für die Mitglieder der Trauergruppe oder für Einzelgespräche mit Patienten und Patientinnen sowie deren Angehörigen.

Am 10. Juni 2017 haben wir unsere neuen Räume mit einem Tag der offenen Tür feierlich eingeweiht. 

Dazu hatten wir mit Plakaten und Banner an vielen Stellen in Bad Soden sowie im Internet auf unsere Veranstaltung hingewiesen. Unsere Aktivitäten zeigten Erfolg, denn überwältigend viele Besucher und Besucherinnen kamen, um sich zu informieren. Sie wurden mit einem reichhaltigen Buffett bewirtet und durch ein dezentes Musikprogramm, das von Wolfgang Tuppeck gestaltet wurde, unterhalten. Alles war in den Farben des AHPB "Die Quelle" geschmückt und dekoriert. 

In vielen Gesprächen und durch eine kleine Ausstellung informierten wir an verschiedenen Stationen über unsere Hospizbegleitungen und unsere Beratungsangebote sowie über unsere Trauergruppe. So konnten wir zeigen, dass Sterbebegleitung durchaus auch Lebensbegleitung ist, was wir u.a. durch den, mit Symbolen reich gefüllten, „Hospizkoffer“ dargestellt haben. 

Die Ehrenamtlichen des AHPB "Die Quelle" und Herr Valbert als Koordinator und Palliativfachkraft danken den Vielen, die sich durch ihren Besuch so interessiert gezeigt und unsere Freude über den Umzug mit uns geteilt haben. 

Wir gehören nach wie vor unter das Dach der Diakoniestation und fühlen uns nach den vielen Jahren, die wir in der Diakoniestation verbracht haben, dem Vorstand, der Leitung und dem Team sehr verbunden – denn, wenn auch der der Platz hat nicht mehr für Alle gereicht hat, die Verbundenheit bleibt bestehen. 


Neujahrsempfang mit Neubürgerbegrüßung der Stadt Bad Soden


Es ist schon eine Tradition, dass wir unsere Arbeit und unsere Angebote auf dem Neujahrs- und Neubürgerempfang der Stadt Bad Soden im Ramada Hotel vorstellen. Wie jedes Jahr war die Veranstaltung sehr gut besucht und so konnten wir viele Interessierte an unserem stand über unsere Arbeit informieren.   





Was wir erlebt haben ist nicht das, worauf es ankommt,
sondern was wir durch unsere Erlebnisse geworden sind. 

Friedrich Rittelmeyer