Öffentlichkeitsarbeit 


"Ich habe das Wort Hospiz schon mal gehört. Was bedeutet das eigentlich?"

"Ich brauche Hilfe für einen Angehörigen, der nicht mehr lange leben wird. Wo bekomme ich diese?"

Ich habe erlebt, wie ein Mensch seine letzte Lebensphase verbracht hat. Die meisten um ihn herum waren wie gelähmt, wussten nicht, wie sie sich verhalten sollten und was zu tun und zu organisieren war, überforderte sie."

"Ich möchte mich mit dem Tod nicht beschäftigen. Es macht mir Angst."


Um all diesem entgegen zu wirken, hat sich die Hospizbewegung  folgende Ziele gesetzt:


  • Den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit zu tragen und über die Arbeit der Hospizbewegung und ihre Einrichtungen und Angebote zu informieren.
  • Darauf hinzuarbeiten, dass der Tod wie die Geburt als natürlicher Teil des Lebens akzeptiert wird und eine Trauerkultur wieder Platz in der Gesellschaft findet.
  • Dazu beizutragen, dass Menschen ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung, in Würde und Geborgenheit, umsorgt und liebevoll betreut verbringen können.


Diesen Zielen hat sich auch der AHPB „Die Quelle“ verpflichtet, zu deren Erreichung wir im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit folgende Aktivitäten durchführen:


  • Informationsveranstaltungen/Vorträge über die Hospizarbeit
  • Veranstaltungen, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Tod und Sterben auseinandersetzen
  • Beteiligung am Welthospiztag und an Voices for Hospices
  • Zeitungsartikel und Informationen in Gemeinde- und Amtsblättern
  • Broschüren und Flyer
  • Internetauftritt 


Näheres zu unseren einzelnen Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit erfahren Sie hier:



Sich mit der eigenen Endlichkeit aber auch mit dem Sterben und dem Tod Angehöriger auseinanderzusetzen, ist für viele Menschen außerordentlich schwierig, ja oft ein Tabu. So ist das Thema in den vergangenen Jahrzehnten gesellschaftlich verdrängt und geächtet worden. Dies zeigt sich an unserem Umgang mit Sterbenden, an unserer Sterbe- und Trauerkultur sowie an dem Gefühl, das eigene Leben wäre unendlich. 


Zwar ändert sich dieses seit einigen Jahren langsam durch die unermüdliche Arbeit der Hospizbewegung. Über Tod und Sterben wird wieder mehr gesprochen und berichtet. Viele Hilfsangebote für Sterbende entstehen. Aber der Weg ist trotzdem noch sehr weit, bis alle Menschen, die hospizlicher Hilfe bedürfen, diese auch bekommen. Die Situation ist immer noch die, dass die meisten Menschen nicht dort sterben, wo sie es gerne möchten, in der gewohnten Umgebung. Sie erhalten weder die für sie geeignete palliative Versorgung noch die Geborgenheit und die Zuwendung, die sie brauchen. 


Viel schlimmer ist aber, dass Angehörige oftmals nicht mit der Situation umgehen können und überfordert sind oder gleichgültig. Diese Gleichgültigkeit hat ihre Ursache jedoch sehr häufig darin, dass sich diese Menschen der Situation nicht gewachsen fühlen oder sich mit ihrer Angst vor dem eigenen Sterben konfrontiert sehen. 


All dies zu ändern hat sie die Hospizbewegung zur Aufgabe gesetzt. Einerseits soll hospizliche Begleitung sowie palliative, pflegerische und medizinische Versorgung jeden Menschen erreichen, der dies benötigt. Andererseits geht es darum, dass wir lernen, mit dem Tod zu leben und damit umzugehen. Jeder Mensch wird sterben. Es zu verdrängen verändert die Situation nicht. Doch das Wissen über den Tod  ist elementar wichtig für ein gutes Leben. Dies betrifft sowohl die eigene Endlichkeit als auch den Umgang mit sterbenden Angehörigen.  


Unser Ziel ist es dazu beizutragen, dass die letzte Lebenszeit eines Menschen für ihn wie für seine Angehörigen trotz der schweren und traurigen Situation eine intensive Zeit der Nähe, der Gegenseitigkeit und der Erfüllung wird. Wir helfen dabei, sich mit der eigenen Sterblichkeit und der Angst vor dem Tod auseinander zu setzen. Wir stehen Angehörigen zur Seite, die sich der Situation nicht gewachsen fühlen und entlasten diese soweit es uns möglich ist. 


Die öffentliche Auseinandersetzung mit diesem uns alle betreffenden Lebensthema wie auch das Wissen über die hospizlichen Angebote in der Bevölkerung bekannt zu machen ist die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit in der Hospizbewegung. 



Die Mythen beseitigen - Falsche Annahmen über die Hospizarbeit - bitte hier klicken







Schöne Tage - 

nicht weinen,

dass sie vergangen, 

sondern lächeln, 

dass sie gewesen 


Rabindranath Tagore